Woher bekam das Fax seinen Namen?

9. November 2017

Antikes Schriftstück
Der Name Fax ist schon ein bisschen lustig anmutend, jedenfalls genug um einmal nachzuschauen, woher das Fax eigentlich seinen Namen bekommen hat. Was steckt also hinter dem kurzen Wort?
Der Name Fax ist genau genommen nur eine Abkürzung des Wortes Faksimile. Aus dem lateinischen kommend (lat. Facsimile) bedeutet das Wort so viel wie „mache ähnlich“. Benutzt wird das Wort Faksimile, um eine originalgetreue Kopie zu beschreiben. Die Kopie ähnelt dem Original dabei nicht nur in Form, Aussehen, Material und Beschaffenheit, sie ist ein möglichst exakter Abgleich des Originals.

Vor allem in der Kunstwissenschaft ist die Anfertigung von Faksimiles weit verbreitet. Wenn zum Beispiel ein altertümliches Manuskript, auch Handschrift genannt, zu wertvoll für eine Ausstellung in der Öffentlichkeit ist, wird von diesem ein Faksimile angefertigt, welches dann dem Publikum zugänglich gemacht wird. Dieses gleicht dem Original so sehr, dass ein Laie kaum den Unterschied erkennen würde. Da die Herstellung eines Faksimiles sehr aufwendig ist und nur durch entsprechende Experten durchgeführt werden kann, sind Faksimiles ebenfalls sehr kostbar. Eines der bekanntesten Faksimiles ist das des Evangeliar Heinrich des Löwen. Das Original aus dem 12. Jahrhundert ist mehrere Millionen Euro wert. Aus konservatorischen Gründen kann es nur alle zwei Jahre für kurze Zeit in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel gezeigt werden, weshalb das Buch ansonsten nur als Faksimile ausgestellt ist.

Was hat nun die Kopie eines mittelalterlichen Buches mit unserem heutigen Fax zu tun? Wie das Faksimile eines Manuskriptes ist auch das Fax eine originalgetreue Kopie. Bei der Übermittlung eines Faxes wird ein elektronisches Abbild des Originaldokuments erstellt und an den Empfänger gesendet. Das Dokument, dass der Empfänger nun erhält, ist somit ein Faksimile, oder eben kurz genannt: Fax. Hinter dem kurzen und heiteren Namen Fax steckt also eine lange, wissenschaftliche Geschichte. Und man muss zugeben, Fax hört sich immer noch besser an als Fernkopie.